FAQ Sportmedizin / Leistungsdiagnostik

Was ist Leistungsdiagnostik?

Egal, ob Einsteiger, Freizeit- oder Leistungssportler – eine individuelle Leistungsdiagnostik gibt Auskunft über Belastbarkeit und Ausdauerleistungsfähigkeit einer Person. Basis der Diagnostik ist zunächst ein Stufenleistungstest mit Laktatmessung, der wahlweise auf einem Laufband oder Radergometer durchgeführt wird. Die dabei ermittelten Daten werden mit einer Software ausgewertet. Anhand dieser Ergebnisse werden die optimalen Trainingsbereiche ganz individuell bestimmt.

Welche Vorteile bietet eine Leistungsdiagnostik?

Mit der Auswertung wird die Trainingszeit sinnvoll und effektiv genutzt. Mit einem individuell gesteuerten Training hat der Sportler stets das gute Gefühl, alles richtig zu machen. Er trainiert weder zu viel noch zu wenig, sondern mit genau dem Maß, welches ihn zum Erfolg führt. Durch spätere Wiederholungen des Leistungstests erhält der Sportler eine Dokumentation seiner persönlichen Leistungsentwicklung über einen längeren Zeitraum.

Wie oft und in welchen Abständen sollte eine Leistungsdiagnostik absolviert werden?

Eine allgemeingültige Aussage ist nicht zu treffen. Die Häufigkeit einer Leistungsdiagnostik orientiert sich an den individuellen Zielvorstellungen des Probanden. Eine durchschnittliche Empfehlung liegt bei 2-6 Monaten.

Welche Ergebnisse liefert die Leistungsdiagnostik und was kann man daraus ableiten?

Als Ergebnis der vollautomatischen Analyse der erhobenen Werte, wie Herzfrequenz (Hf), Laktat (Lak) erhalten Sie die Ableitung der individuell bestimmten aeroben und anaeroben Schwellen. Das Hauptaugenmerk bei der vollautomatischen Ergebnisausgabe liegt auf der Berechnung der individuellen Trainingsbereiche für das herzfrequenzgesteuerte Ausdauertraining und Training zum Körperfettabbau.

Wie sieht der Leistungstest aus?

Basis der Laktatdiagnostik ist ein Stufenleistungstest. Dieser wird auf einem Laufband oder Radergometer mit stufenweise ansteigender Belastung durchgeführt. Dabei werden die Herzfrequenz und das Laktat gemessen. Jeweils zum Ende einer Belastungsstufe wird am Ohrläppchen weniger als ein Tropfen Blut zur Bestimmung des Laktats entnommen, wie bei einer Blutzuckermessung. 3 Leistungsstufen sind für eine Bestimmung ausreichend. Für eine zuverlässige Bestimmung werden jedoch mindestens 4 Stufen empfohlen.

Wie lange dauert der Leistungstest?

Die Dauer ist vom Leistungszustand der zu testenden Person abhängig. Im Normalfall dauert er in etwa 15 min. Bei sehr gut ausdauertrainierten Sportlern kann er bis zu 45 min dauern.

Funktioniert die Diagnostik auch ohne Laktatmessung?

Nein. Für eine präzise und vor allem individuelle Bestimmung der Trainingsbereiche ist Laktat unbestritten der genaueste Parameter.

Funktioniert die Diagnostik auch ohne Atemgasanalyse (Spirometrie)?

Ja. Die Atemgasanalyse bietet lediglich zusätzliche Parameter zur Bewertung der Leistungsfähigkeit, eignet sich jedoch nicht zur Bestimmung der individuellen Trainingsbereiche.

Welche Vorraussetzungen müssen Laufband / Radergometer erfüllen?

Mehr als die Vorgabe der Geschwindigkeit beim Laufband bzw. der Leistung beim Radergometer ist nicht nötig. Optimal wären jedoch eine Genauigkeit der Vorgabe am Laufband von 0,1 km/h, beim Radergometer von 10 Watt sowie eine drehzahlunabhängige Leistungsregulierung. Denn je genauer die Geräte, desto besser kann der Test gesteuert werden. Die Messung der Parameter Zeit und Herzfrequenz muss nicht zwingend durch das Laufband / Radergometer erfolgen, diese können beispielsweise auch über eine Pulsuhr vorgenommen werden.

Hat die Wahl des Gerätes (Laufband oder Radergometer) Einfluss auf das Ergebnis der Auswertung?

Erfüllen die Geräte die oben genannten Voraussetzungen, liefert die Auswertung qualitativ absolut gleichwertige Ergebnisse.

Was muss der Proband vor einem Leistungstest beachten?

Halten Sie vor der Leistungsdiagnostik mindestens 48 Stunden Wettkampf- und Trainingsfreie Zeit ein.